{"id":69,"date":"2017-11-25T11:15:53","date_gmt":"2017-11-25T10:15:53","guid":{"rendered":"http:\/\/medico-pelloni.ch\/medico\/?p=69"},"modified":"2017-11-25T11:15:53","modified_gmt":"2017-11-25T10:15:53","slug":"ernia-della-parete-addominale","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/medico-pelloni.ch\/de\/ernia-della-parete-addominale\/","title":{"rendered":"Hernie der Bauchwand"},"content":{"rendered":"<p><strong>Anatomie und Funktion der Bauchwand<\/strong><br \/>\nDie Bauchwand besteht aus Muskeln und Faszien, welche die inneren Organe sch\u00fctzen und ummanteln. Die Muskulatur ist an der Beugung des Rumpfes und an der Stabilisierung des Beckens w\u00e4hrend des Gehens beteiligt und hilft beim Atmen, Husten, Niesen und Erbrechen. Vielfach ist man sich der Bedeutung der Bauchmuskulatur im Alltag nicht bewusst, wenn man aber einmal operiert wurde und die Bauchwandmuskulatur wieder aufgebaut werden musste, wird man sich dessen Wichtigkeit bewusst. Eine mittelgrosse oder grosse Hernie der Bauchwand wirkt sich negativ auf deren Funktion aus und verhindert normale Bewegungen wie zum Beispiel das Wechseln der Position (Liegen, Sitzen, Stehen), st\u00f6rt die Atmung und das Husten etc.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" class=\"alignnone size-large wp-image-72\" src=\"http:\/\/medico-pelloni.ch\/medico\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/erniaaddominale-02-1-1024x683.png\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/medico-pelloni.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/erniaaddominale-02-1-1024x683.png 1024w, https:\/\/medico-pelloni.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/erniaaddominale-02-1-300x200.png 300w, https:\/\/medico-pelloni.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/erniaaddominale-02-1-768x512.png 768w, https:\/\/medico-pelloni.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/erniaaddominale-02-1-1536x1024.png 1536w, https:\/\/medico-pelloni.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/erniaaddominale-02-1-2048x1365.png 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p><strong>Was ist eine Hernie der Bauchwand?\u00a0<\/strong><br \/>\nEine Bauchwandhernie entsteht meist infolge einer fr\u00fcheren Operationsnarbe, welche in der Bauchwand zu einer Lockerung des Gewebes und somit zu einer oder mehreren L\u00fccken in der Bauchwand f\u00fchrt. Durch diese sogenannte Bruchpforten kann Darm oder Fett austreten.\u00a0 Die Bauchwandhernie verursacht eine Ver\u00e4nderung des Profils des Abdomens, Schmerzen und st\u00f6rt die t\u00e4glichen k\u00f6rperlichen Bewegungen. In aufrechter Position kann die Hernie heraustreten und wie eine W\u00f6lbung aussehen, w\u00e4hrend sie in der Regel verschwindet, sobald der Patient liegt. Solange die Hernie und deren Inahlt wieder in den Bauchraum zur\u00fcckrutschen, ist die Situation nicht kritisch. Bei nicht reponiblem Inhalt und insbesondere bei Auftreten von Schmerzen, spricht man von inkarzerierter Hernie.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" class=\"alignnone size-large wp-image-71\" src=\"http:\/\/medico-pelloni.ch\/medico\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/erniaaddominale-01-1-1024x683.png\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/medico-pelloni.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/erniaaddominale-01-1-1024x683.png 1024w, https:\/\/medico-pelloni.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/erniaaddominale-01-1-300x200.png 300w, https:\/\/medico-pelloni.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/erniaaddominale-01-1-768x512.png 768w, https:\/\/medico-pelloni.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/erniaaddominale-01-1-1536x1024.png 1536w, https:\/\/medico-pelloni.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/erniaaddominale-01-1-2048x1365.png 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p><strong>Die Ursachen?\u00a0<\/strong><br \/>\nDie bekanntesten Ursachen f\u00fcr die Bildung von Bauchwandhernien sind die genetische Veranlagung, das Vorhandensein von Bindegewebsver\u00e4nderungen, chronischer Husten, einige Sportarten und Berufe mit gro\u00dfen k\u00f6rperlichen Anstrengungen sowie chronische Verstopfung. H\u00e4ufig treten die Hernien im Bereich von Narben auf, welche durch Operationen am Bauch entstanden sind. Aus diesem Grund nennt man sie Narbenhernien.\u00a0 Das Narbengewebe ist nicht mehr straff, l\u00e4sst nach und \u00f6ffnet sich, dabei kann Darmgewebe austreten.<\/p>\n<p><strong>Beurteilung<br \/>\n<\/strong>Die Beurteilung einer Hernie der Bauchwand ist vorwiegend klinisch. Beurteilt werden ihre Gr\u00f6sse und ihre Reponibilit\u00e4t. Die Muskulatur kann sich seitlich zur\u00fcckziehen und ein st\u00f6rendes Vakuum erzeugen. Es k\u00f6nnen mehrere Hernien und in unterschiedlicher Gr\u00f6sse vorhanden sein, insbesondere wenn eine Operationsnarbe ganz nachgibt (Laparozele). Bei gro\u00dfen Hernien wird zus\u00e4tzlich eine Bildgebung durchgef\u00fchrt (Computertomographie), w\u00e4hrend dieser Untersuchung muss der Patient pressen.<\/p>\n<p><strong>Wann sollte man sich operieren lassen?\u00a0<\/strong><br \/>\nAuch f\u00fcr Bauchwandhernien gilt die Regel, dass erst dann operiert wird, wenn es nicht anders geht. Das bedeutet, dass nicht alle Hernien unbedingt operiert werden m\u00fcssen, auch wenn es sich um ein \u201emechanisches\u201c Problem handelt und es keine Spontanheilung gibt. In Prinzip sollte man operieren, falls die k\u00f6rperlichen T\u00e4tigkeiten beeintr\u00e4chtigt sind, z.B. bei k\u00f6rperlicher Arbeit oder wenn die Hernie sich negativ auf die Lebensqualit\u00e4t auswirkt. Bauchwandhernien k\u00f6nnen Bauchschmerzen verursachen. Dabei kann die Hernie inkarzerieren (dies erfordert eine notfallm\u00e4ssige Intervention) oder eine St\u00f6rung der Darmpassage verursachen, weil Darmschlingen in der Hernie h\u00e4ngen. Auch in diesen F\u00e4llen sollte eine Operation erfolgen.<\/p>\n<p><strong>Chirurgische Techniken\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>1. Klassische Operationstechnik <\/strong><br \/>\nDie Narbenhernien der Bauchwand k\u00f6nnen mit der klassischen Operation angegangen werden. Dabei muss die alte Operationsarbe in ihrer ganze L\u00e4nge repariert werden und falls keine Kontraindikationen vorliegen, die Bauchwand mit einem Netz verst\u00e4rkt werden. Das Netz sollte ein Rezidiv verhindern<\/p>\n<p><strong>2. Minimalinvasive Operationstechnik <\/strong><br \/>\nDie minimalinvasive Chirurgie mittels Laparoskopie verfolgt das gleiche Prinzip wie die offene Chirurgie. Auch hier wird ein Netz von innen auf die Bachwand gesetzt und das gesunde Gewebe muss mindestens 5 cm \u00fcberlappend bedeckt werden. Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose und es werden drei bis f\u00fcnf kleine Einschnitte gesetzt. Das Prinzip ist es, ein Netz zwischen den Bauchorganen und der Bauchwand als Verst\u00e4rkung zu legen. Die Bauchwandmuskulatur wird dabei weder geschnitten noch gen\u00e4ht. Die Netze verst\u00e4rken und verringern das Rezidivrisiko einer Hernie. Die modernen Netze bestehen aus einem Materialmix, teilweise resorbierbar und teilweise nicht. Damit ist die Assimilation durch den K\u00f6rper besser gew\u00e4hrleistet und es bleibt weniger Fremdmaterial.<\/p>\n<p><strong>Welche Unterschiede gibt es zwischen den beiden Techniken?\u00a0<\/strong><br \/>\nBeide Techniken erfordern eine Vollnarkose. Der wesentliche Unterschied liegt in der Machbarkeit der minimalinvasiven Chirurgie. Um ein akzeptables Ergebnis zu erzielen, ist es notwendig, bei mittleren bis gro\u00dfen Hernien den Defekt der Bauchwand zu vern\u00e4hen, wobei die Muskulatur wieder in die Mitte des Bauches gelegt wird. Patienten mit einer erheblichen lateralen Schrumpfung der Bauchwandmuskulatur k\u00f6nnen von dieser Technik nicht profitieren. Wenn die Muskulatur wieder in eine zentrale Position gebracht wird, wird sie vern\u00e4ht und das Netz erlaubt es, sie in dieser Position zu fixieren. In manchen Situationen muss der Eingriff mit dem kombiniert werden, was technisch als \u201eTrennung der Komponenten\u201c und \u201etrasversus abdominal release\u201c bezeichnet wird, d. h. mit der Mobilisierung des Bauchquermuskels, der als muskul\u00f6ser Lappen verwendet wird. Diese Techniken erm\u00f6glichen es, die Muskeln zu \u201everl\u00e4ngern\u201c und die Bauchh\u00f6hle spannungsfrei zu schlie\u00dfen. Auch in diesen F\u00e4llen wird ein Netz implantiert, um die Rekonstruktion der Bauchwand zu unterst\u00fctzen und zu befestigen.<strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Wie soll man zwischen den beiden Techniken w\u00e4hlen?\u00a0<\/strong><br \/>\nNat\u00fcrlich w\u00e4hlt man bei gro\u00dfen Hernien und der Pr\u00e4senz einer seitlichen Schrumpfung der Muskulatur die klassische Technik, um eine funktionellere Rekonstruktion der Bauchwand zu erreichen. Wenn die Hernien ein begrenztes Volumen haben und die Muskulatur nicht \u201ezu stark\u201c eingezogen ist, kann die Hernie mit einer minimalinvasiven Technik korrigiert werden. Die Computertomographie (der Patient muss dabei pressen) kann bei der Entscheidung helfen. Die klinische Untersuchung des Patienten erm\u00f6glicht es, die Bauchmuskeln in ihrem Verhalten bei Positions\u00e4nderung zu beurteilen.<\/p>\n<p><strong>Was soll man nach einer Hernienoperation beachten?\u00a0<\/strong><br \/>\nNach der Operation sollte man die Schmerzgrenze nicht \u00fcberschreiten. Zu Fuss gehen oder Treppen laufen ist erlaubt.<br \/>\nEs ist wichtig, Schmerzmittel zu nehmen, um die Entz\u00fcndungsreaktion zu reduzieren und eine fr\u00fche Mobilisation und Genesung zu erm\u00f6glichen. Die Muskulatur sollte geschont werden: kein Gewicht heben, kein Husten, kein Niesen und keine ruckartige Kontraktionen. Die Dauer dieser Einschr\u00e4nkungen h\u00e4ngt von der gew\u00e4hlten Technik ab: 6-8 Wochen bei der klassischen Operation, 3-4 Wochen bei der minimal-invasiven. Danach kann die Muskulatur mit gezielter Physiotherapie verst\u00e4rkt werden.<br \/>\nUnbedingt zu vermeiden ist eine \u00fcberm\u00e4ssige Gewichtszunahme!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mehr lesen<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":113,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-69","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-senza-categoria"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/medico-pelloni.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/medico-pelloni.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/medico-pelloni.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/medico-pelloni.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/medico-pelloni.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=69"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/medico-pelloni.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/medico-pelloni.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/113"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/medico-pelloni.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=69"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/medico-pelloni.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=69"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/medico-pelloni.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=69"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}